bookmark_borderweltliche bücher 8/2014 – 2/2015

seit dem letzten post dieser reihe gelesen:

tod vor der morgenmesse
fidelma 14. in diesem fall lohnt es sich tatsächlich, die bände in der richtigen reihenfolge zu lesen, da diese folge in vielen aspekten auf den 13. band zurückgreift.
nicht nur das macht den 14. fall sehr kniffelig, weil er aus unterschiedlichsten strängen besteht.
aber fidelma und eadulf dröseln sie in bewährter manier auf. 🙂

gartendiva: genussvoll gärtnern, ohne sich die hände zu ruinieren
habe ich vor einiger zeit von meinem bruder und seiner freundin geschenkt bekommen – und das, obwohl ich dafür bekannt mit, keine probleme damit zu haben, mir die hände dreckig zu machen! 🙂
ein schönes buch, in dem mal nicht riesige gartenprojekte vorgestellt werden, die so groß sind, daß man damit eh nie anfängt, sondern ganz im gegenteil tips für anpflanzungen v.a. von gemüse u.ä., die sich in kübeln und ohne allzuviel aufwand realisieren lassen.
ich denke jetzt z.b. über gurken und radieschen für unseren garten nach. 🙂

layout workbook
eine tour d’horizon durch die verschiedenen aspekte des desktop publishing. nicht das erste und vielleicht auch nicht das beste buch zum thema, aber ein netter überblick und einige interessante anregungen unter den vorgestellten beispielen.

monsieur ibrahim und die blumen des koran
ein nettes kleines buch – von dem ich mir allerdings mehr versprochen hatte.

abenteuer
eine kleine sammlung von zitaten und buch-ausschnitten als „hommage an das buch und die österreichische nationalbibliothek“. auch interessant für nicht-österreicher. 🙂
gut gefallen haben mir z.b.:

  • „unter den verschiedenen werkzeugen des menschen ist das erstaunlichste das buch.“
    – jorge luis borges
  • „die bibliothek steht da wie eine leiter ins unendliche.“
    – alfred polgar
  • „[er] bekleidet ein amt in der bibliothek, dessen bezeichnug ich nicht weiß, das aber umfassende kenntnisse und fundiertes wissen erfordert.“
    – frances trollope, „die schönsten stunden in wien“, briefe aus der kaiserstadt, 23.11.1836

mord im dom
nicht das spannendste buch von jürgen kehrer, aber für einen urlaubsnachmittag okay.
die geschichte macht einen etwas bemühten eindruck, alle möglichen historischen fakten unterzubekommen, was dann auch noch im nachwort erläutert und per bibliographie belegt wird. etwas weniger hätte für ein belletristisches werk auch gereicht.
sollte es nochmal neu aufgelegt werden, sollte man darüber nachdenken, das glossar alphabetisch zu ordnen statt in der reihenfolge ihres auftretens im text und die glossierten ausdrücke im text *entweder* kursiv *oder* mit sternchen auszuzeichnen; beides zusammen ist etwas viel.

nur wenn Du mir vertraust
band 9 der reihe um gemma james und duncan kinkaid. wieder mal sehr spannend – und mit zwei wichtigen ereignissen für das leben der beiden protagonisten.

books: a living history
ein wunderschönes buch über verschiedenste aspekte der geschichte des buches.

ein gebet für die verdammten
fidelma 15. der fall sorgt dafür, daß die hochzeit von fidelma und eadulf verschoben werden muss, und es gibt viele nervige mitmenschen, die ihnen das leben schwermachen – aber die lösung des falls ist überraschend und es bleibt wieder mal bis zum schluss spannend.

denn nie bist Du allein
band 10 der gemma-james-duncan-kinkaid reihe. ein gruseliger, aber spannender fall.

typologo
„just another logo-sammlung“, könnte man meinen. ist es eigentlich auch – aber im vergleich zu vielen anderen sammlungen dieser art wird für jedes logo (bis auf wenige ausnahmen) erläutert, wer es erstellt hat und um welche branche es sich beim dazuhörigen unternehmen handelt, und ausgewählte exemplere werden ausführlich vorgestellt.
das hebt diese sammlung wohltuend von anderen reinen „aggregations-sammlungen“ ab.

die wolken
ganz viele gedichte einmal querbeet durch die literaturgeschichte, in denen es um wolken geht oder in denen zumindest eine wolke zumindest am rand vorkommt. 🙂
schön fand ich z.b.:

die wolken

wo sind die tage von gestern,
die uns genommen sind?
ich glaube, mit ihren schwestern
treiben sie oben im wind.

die dunklen sind dunkel vor sorgen
und leiden, die uns gekränkt,
die roten am abend und morgen
hat unser herzblut getränkt;

die weißen aber, die schweben
wie duft und zerfließen in licht,
sind tage von unserem leben,
die lebten wir noch nicht.

– alfred margul-sperber

little book of lettering
eine kleine, feine sammlung analog oder digital handgezeichneter schriftzüge und alphabete. es juckt einem direkt in den fingern, sich auch an so etwas zu versuchen. [um dann grandios zu scheitern. :)]

mit speck fängt man mäuse: ein fall für mrs. murphy
ich habe schon weitaus bessere katzenkrimis gelesen. ein phasenweise ziemlich platter schreibstil (das kann natürlich auch an der übersetzung liegen, aber nicht nur), eine ziemlich konstruierte handlung, katzen, die nicht wirklich was zur aufklärung des falls beitragen – die anderen bände der reihe werde ich nicht lesen.

gerhard richter – zufall
ich bin ein großer fan des richter-fensters im kölner dom. in diesem band werden in mehreren beiträgen seine planungsgeschichte, hintergrundgedanken und umsetzung erläutert. spannend!

gerhard richter: panorama
ein reichhaltiger überblick über das werk von gerhard richter, erschienen anlässlich einer großen ausstellung zu seinem 80. geburtstag. auch sehr spannend! 🙂

tulipa: schöner als salomonis seide
ein kleines, feines buch für die tulpe. sehr schöne fotos und netter (aber manchmal etwas holprig formulierter) text – von dem ich mir noch mehr und auch praktischere aspekte gewünscht hätte. so ist es „nur“ etwas für den bereich „bildband“, aber nicht für die abteilung „nützliches gartenbuch“.

das gedicht 22: „der swing vom ding“
die lyrik-zeitschrift „das gedicht“ ist wohl mein ältestes zeitschriften-abo. 🙂
jedes jahr scheint ein band mit gedichten zu einem schwerpunkt-thema. nicht jedes gedicht gefällt mir, nicht jedes verstehe ich, aber hier und da sind einige schöne texte dabei.

sprachwissenschaft für den alltag: ein kompendium
ich hatte erwartet: ein „lesebuch“ mit einer allgemeinverständlichen darstellung der aufgaben, methoden und ziele von sprachwissenschaft.
es ist aber: eine art wörterbuch mit mittellangen erläuterungstexten („… werden über 230 schlüsselbegriffe erläutert, die das medium dem nutzer näherbringen und der welt der sprache profil verleihen“).
naja, vielleicht hätte ich den klappentext genauer lesen sollen, dann wäre ich über die wörterbuchstruktur nicht überrascht gewesen.
und hätte das buch aufgrund des letzten satzes des klappentextes („eine nützliche lektüre zu einer zeit, in der es um die deutsche sprache offenkundig nicht zum besten steht“) vielleicht auch gar nicht auf meinen amazon-wunschzettel gesetzt …
so habe ich es leicht enttäuscht nur kurz angelesen und erstmal ins regal gestellt.

endangered alphabets: an essay on writing
vor einiger zeit bin ich auf der seite „endangered alphabets“ gelandet. ein faszinierendes projekt, vor allem für schrift-freaks wie mich. 🙂
zu weihnachten 2014 gabs vom christkind das buch zum projekt. zuerst war ich etwas enttäuscht, weil ich auf mehr bilder gehofft hatte; die berichte von tim brookes über die verschiedenen schnitz-aktionen und seine gedanken zu den unterschiedlichen alphabeten sind aber interessant zu lesen. und es gibt zumindest pro geschnitztem alphabet ein foto. 🙂
es gibt mittlerweile auch eine iBook-version mit mehr bildern; vielleicht ja für ebook-leser interessant.

das papierhaus
ein kleine, feine erzählung über die liebe zu büchern – und wohin sie führen kann.

microsoft OneNote 2013
… für alles, was Sie schon immer über OneNote wissen wollten. 🙂
ich habe im januar angefangen, mich mal mit OneNote zu beschäftigen. bei zwei dienstrechnern, einem heimrechner, einem tablet und einem handy ist so ein virtuelles notizbuch für einige zwecke doch recht praktisch.
das buch stellt das programm sehr ausführlich und sehr gut verständlich dar.
für die münsteraner unter euch: die ULB hat es unter 3W 5943 im bestand. 🙂

tod den alten göttern
fidelma 16. es gibt ärger in einem der fünf königreiche: aufgrund des konfliktes zwischen dem „alten“ und dem „neuen“ glauben. irgendwie erschreckend aktuell … 🙁

so will ich schweigen
der elfte band der krimi-reihe von deborah crombie. wieder mal brilliant konstruiert und spannend erzählt. man will sofort mit dem nächsten band weitermachen. 🙂

die links zu amazon sind sogenannte partner-links;
bei einem verkauf darüber erhalte ich eine kleine provision.

bookmark_borderweltliche bücher 8/2013-7/2014

seit dem letzten post dieser reihe gelesen:

touché 3500
die touché-comics nr. 3.100 bis 3.500. mittlerweile ist mein taz-abo so alt, daß ich die meisten aus der täglichen zeitung kenne, aber man kann sie sich immer wieder ansehen. und nicht-tazler daran teilhaben lassen. 🙂

la rose de raby
band fünf der reihe um katherine swinbrooke, und der bislang politischste. der anfang zieht sich ein wenig, aber dann wird es gewohnt spannend mit einer interessanten auflösung.
falls jemand die reihe auf deutsch oder im englischen original lesen möchte: siehe unter „die heilerin von canterbury“ oder unter kathryn swinbrooke series.

lost cat
ein sehr schönes buch – für „katzenmenschen“. nicht-katzenmenschen werden es nicht verstehen. menschen mit indoor-katzen können es vielleicht auch nicht ganz nachvollziehen. aber menschen mit freigänger-katzen sollten dieses buch unbedingt lesen!
caroline paul hat zwei katzen. und eine davon ist eines tages weg. und als sie nach ein paar wochen wieder da ist, als wäre nichts gewesen, fangen caroline – und dann gezwungenermaßen auch ihre (bislang nicht-katzen-mensch-)freundin wendy – an, sich gedanken zu machen, wo tibby war, und warum er jetzt nicht mehr zu hause frißt. eine sehr schöne geschichte mit einem traurigen zwischenereignis, aber einem schönen ende.
es gibt übrigens auch eine extra homepage zum buch, auf der sich u.a. katzen-geschichten von lesern finden.

letter by letter: an alphabetical miscellany
ein sehr schönes buch für buchstaben-fans: stück für stück gehts durchs alphabet, mit vielen informationen zur genese und verwendung der einzelnen buchstaben.

HIT logos & symbols
eine große sammlung von logos aus allen bereichen des täglichen lebens. wenn es das erste buch dieser art ist, mag es beeindrucken. wenn man schon mehrere logo-sammlungen hat, und v.a. welche, in denen die logos etwas erklärt oder zumindest die dazugehörige firma bzw. der verein erläutert wird, ist diese sammlung eher langweilig, weil völlig unkommentiert.

warum laufen erfolgreich macht und grünkernbratlinge nicht: gesund, glücklich und erfolgreich mit dem 16-wochen-programm von natural running
selten habe ich mich von einem buch so bevormundet gefühlt wie von diesem. das fängt beim sprachstil an, macht bei der ausschließlich zugelassenen laufzeit morgens direkt nach aufstehen und dem vorgegebenen ellenbogenwinkel weiter, streift die angebliche unmöglichkeit von frauen, ohne stylische laufkleidung aus dem haus zu gehen und hört bei der schmähung von h-milch noch lange nicht auf. und warum sich eine methode hübsch englisch „natural running“ nennt, obwohl für grundausstattung eines läufers funktionswäsche, eine brille und, falls für die eingeplanten barfuß-lauf-abschnitte kein geeigneter untergrund zur verfügung steht, spezielle barfuß-schuhe („fußtrainer“) gefordert werden, erschließt sich mir auch nicht. die „fußtrainer“ kann man übrigens, welch zufall, im shop des verfassers unter natural-running.com kaufen, neben seinen diversen laufbüchern, weiteren sportgeräten und, in der tat, natural-running-merchandise-produkten.
diese kritikpunkte mögen sich alle auf die b-note beschränken und sollten den „eigentlichen“ inhalt – ein gut strukturiertes und vom umfang her gut in den alltag integriertes trainingsprogramm, ernährungsempfehlungen und tips zur unterstützung des lauferfolgs durch die messung von puls und anderen werten – nicht abwerten, aber mich stört sowas und verdirbt mir ein wenig bis ziemlich den spaß, mich mehr mit „lauf-theorie“ zu beschäftigen. ich werde daher das buch an die sportwissenschaftliche abteilung meiner familie weiterreichen. und, wie seit jahren, munter ohne funktionskleidung, pulsuhr und barfußschuhen ganz natürlich am kanal entlanglaufen. 🙂

10-minute watercolours
tja, aquarellmalerei kann so einfach sein. wenn man es kann. 🙂
kleines nettes buch mit tips für kleine nette aquarellbilder – die sich, wie der titel verspricht, in 10 minuten malen lassen. (wenn man es kann.)

das ist mein stern!
ein kleiner band, in dessen gedichten sonne, mond und sterne die protagonisten sind. und einige schafe kommen auch drin vor. 🙂

the body in the library
das passende buch zum becher.
war in dieser alten ausgabe schwierig zu kriegen, aber der aufwand hat sich gelohnt: ein handlicher christie-krimi mit überraschender auflösung.

augenmaß für designer
ein heft mit 50 „seh-übungen“ für designer und andere grafisch/optisch interessierte. zum teil sind die aufgaben ganz schön tricky.
ich habe am besten bei denen abgeschnitten, die was mit buchstaben zu tun hatten. 🙂

aphorismen der weltliteratur
ein umfangreiche und sehr schön gestaltete aphorismen-sammlung aus dem hause reclam.
bei einigen bekannten autoren habe ich einige bekannte aphorismen vermisst, dafür gibt es aber auch einige (zumindest mir) eher unbekannte autoren, bei denen sich noch einiges neues entdecken läßt.

die kunst-akademie aquarellkunst: inspiration aus fernost
wenn ich mal groß bin, möchte ich aquarellmalen lernen. bis dahin blättere ich mit begeisterung durch bände mit schönen aquarellbildern.
dieser titel sprang mich auf der „resterampe“ bei boesner an: aquarellmalerei + fernost (sprich japan) = könnte interessant sein. 🙂
mir gefallen nicht alle bilder und nicht alle komplett, aber es gibt viele details wie z.b. bestimmte farbkombinationen oder motivausschnitte, die mich ansprechen. und auf die liste der motive kommen, an denen man sich mal orientieren könnte. wenn man endlich mal einen aquarellmalkurs belegt hat. 🙂

wer dem tode geweiht
band 16 der inspector-lynley-sergeant-havers-reihe.
gut konstruiert, spannend bis zum schluß – brilliant!

die tote von higher barton
ein krimi, der in cornwall spielt und mit einer toten in einer bibliothek beginnt. [ja, kommt einem ein bißchen bekannt vor, von christies „the body in the library“. :)]
den schreibstil würde ich als etwas, hm, schlicht beschreiben, aber die handlung finde ich ganz gut konstruiert, und zum schluß wirds auch noch relativ spannend.
es gibt zwei weitere bücherer dieser reihe, die ich wohl auch lesen werde. man möchte ja schließlich wissen, wie es mit den protagonisten weitergeht. 🙂

garfield: the great lover
für einen euro bei oxfam ergattert. garfield geht schließlich immer.
ein schöner querschnitt durch sein leben. 🙂

touché 6000
der nächste ziegel für die sammlung. auch diese comics sind schon durch’s taz-lesen bekannt – aber man kann auf jeder seite ein weiteres mal kichern. 🙂

le lacrima christi
der 6. band der krimireihe um die apothekerin kathryn swinbrooke. auf die lösung wäre ich nicht gekommen! 🙂

simon’s katze: hoch die tatzen!
ein dicker band in schickem silber, mit einigen bekannten szenen aus den früheren bänden und einigen neuen zeichnungen. eher was für fortgeschrittene simon’s-cat-fans, da die bilder aus den früheren bänden, die z.t. einzel-szenen aus längeren geschichten sind, ohne dieses hintergrundwissen nicht so lustig sind wie wenn man die ganze geschichte kennt.

der werwolf von münster
ein kriminalfall, der in münster im jahre des herrn 1874 spielt, während sich preußische regierung & papst beharken.
der münster-bezug wirkt manchmal etwas arg gewollt (wenn z.b. prof. landois mehrfach durchs bild turnt, ohne den fall wirklich weiterzubringen) und die lösung des falls ist ab der mitte des buches absehbar (genauso wie der verlauf des privatlebens des leitenden ermittlers), aber die geschichte liest sich nett weg. gut geeignet für einen gemütlichen sommernachmittag auf der terrasse. bei mir war’s der pfingst-montag. 🙂

japanische gärten: planen, gestalten, anlegen
ein faszinierendes buch für liebhaber japanischer gärten: da steht wirklich alles drin. 🙂 charles chesshire stellt nicht nur die fünf verschiedenen garten-stile vor, sondern erläutert auch das planen eines gartens, die einzelnen arbeitsschritte und die verschiedenen arbeitsschritte.

fortune like the moon
der erste band einer – man könnte auch sagen: noch einer 🙂 – reihe mit einer ermittelnden nonne, geschrieben von alys clare. diesmal geht es um äbtissin helewise vom kloster hawkenlye, die zusammen mit dem ritter josse d’acquin zwei todesfälle in ihrem kloster auflöst. die protagonisten sind sympathisch, der fall spannender konstruiert als zunächst gedacht, und die rahmenhandlung lässt einen überlegen, wie’s wohl weitergeht in den übrigen bänden. ich werde es herausfinden. 🙂
dieser erste band ist übrigens zur zeit nur gebraucht zu bekommen (zumindest wenn man ihn in der gedruckten version lesen möchte).

auf der spur des papiers: eine liebeserklärung
eigentlich muss ich für dieses buch nur auf diese rezension verweisen: da steht alles drin, was man über das buch wissen muss, und das fazit entspricht genau meiner einschätzung: ich hatte ein anderes buch erwartet, aber ich habe ein schönes buch gelesen. 🙂
und weils so schön ist, wiederhole ich hier den in der rezension zitierten abschnitt auch noch einmal:

aber bevor ein buch ein träger ist (holz, pergament, stein, sand oder … papier), ist es vor allem eine wahl. die wahl, einen bestimmten inhalt unter allen möglichen inhalten festzuhalten.
und wer wahl sagt, setzt jemanden voraus, der wählt. je mehr texte es geben wird, desto mehr glaube ich an die unerlässlichkeit von verlegern.
je virtueller und unkörperlicher unsere begegnungen werden, desto mehr glaube ich an die notwendigkeit wirklicher kontakte: die (guten) buchhandlungen werden für die bücher das sein, was das lebendige schauspiel für die dvds ist.
auch im hinblick auf das papier bin ich zuversichtlich. jeder von uns trägt das verlangen nach langsamkeit, stille, einkehr in sich. ich glaube, diesem verlangen kann nur das papier antworten.
vielleicht, weil es in erster linie aus wasser gemacht ist?
wie wir.

unnützes sprachwissen: erstaunliches über unsere sprache
ein nettes kleines büchlein mit einer bunten sammlung von sprachkuriositäten.

der tod soll auf euch kommen
fidelma 13. wohl der bislang persönlichste fall für fidelma und eadulf, nicht nur, weil ihr sohnt entführt und seine amme ermordet wurde … spannend und mit einer interessanten lösung des falls. nein, der fälle – es sind nämlich gleich mehrere in einem.

the modern japanese tea room
nach einer kurzen einführung in die japanische tee-zeremonie zeigt dieser bildband fotos von modernen tee-häusern, von „traditionell“ bis „gewagt modern“. sehr schön anzusehen!

wortfriedhof: wörter, die uns fehlen werden
eine nette kleine sammlung untergegangener oder im untergang befindlicher wörter des deutschen wortschatzes.
besonders gut gefallen haben mir:

  • abdosieren ‚abschrägen‘ < frz. dos
  • affrös ‚abscheulich, scheußlich, häßlich‘ < frz. affreux
  • allfallsig ‚etwaig‘
  • behufs ‚zum zwecke, zu‘
  • Bürolist ‚Büroangstellter‘
  • Cachnez ‚Halstuch‘ < frz. 'etwas, was die Nase versteckt'
  • Chiliade ‚Reihe, Zahl von Tausend‘ < gr. chílioi 'tausend'
  • drapp, drappfarben, drappfarbig’sandfarbben (Stoff)‘ (österreichisch) < frz. drap 'Tuch'
  • ehegestern ‚vorgestern‘
  • Großhundert ‚120 Stück‘, altes Zählmaß
  • konnivieren ‚Nachricht üben‘ < lat. co(n)nivere 'Nachsicht üben' < 'die Augen schließen'
  • Parrhesie ‚Freimütigkeit im Reden‘ < gr. parrhesía
  • säsieren ‚erfreifen, in Beschlag nehmen‘ < frz. 'saisir'
  • Schneemond ‚Januar‘
  • sois-disant ‚angeblich, sogenannt‘ < frz.
  • Spülicht ‚Wasser, mit dem Geschirr gespült oder das beim Säubern der Wohnung benutzt worden ist‘
  • unterwinden, sich’sich entschließen, etas zu übernehmen; sich daran wagen‘
  • unvordenklich ’sehr weit zurückliegend, sodass man gar nicht mehr so weit zurückdenken kann‘
  • weiland ‚einst, früher‘
  • Zehrung ‚etwas zum Essen, besonders auf einer Reise‘
  • Zugemüse ‚Gemüse als Beilage zum Fleisch‘

knochenwald
der dritte band der rungolt-reihe.
zwischendurch will man das buch an die wand werfen, weil der herr ermittler so ein unbeherrschtes trampel ist – aber man bleibt dann doch dabei, weil man wissen will, wie der fall ausgeht. und ist am ende der rund 430 seiten wieder halbwegs mit rungholt versöhnt und freut sich auf den nächsten fall. 🙂

when last I died
ein zufallsfund in einer englischen buchhandlung. eine nette kleine who-dunnit-geschichte – von denen die autorin gladys mitchell insgesamt 66 stück geschrieben hat! nach ihrem tod 1983 geriet ihr werk wohl erstmal in vergessenheit, daher ziert die ausgabe dieser geschichte auch das zitat „crome writing’s best-kept secret“.
bei vintage books ist ein teil der bände nun wieder zu bekommen. da bleibt also noch ordentlich was lesen. 🙂

letters of note
ein buch mit „correspondence deserving of a wider audience“, also einer sammlung von bunt gemischten briefen von bekannten und unbekannten leuten. bei manchen kommen einem beim lesen die tränen, bei manchen muss man laut lachen – ein faszinierendes buch! ausschnitte und hintergründe gibts auf der dazugehörigen seite.

[die links zu amazon sind sogenannte partner-links; bei einem verkauf darüber erhalte ich eine kleine provision.]

bookmark_border“Erfolgreich recherchieren: Linguistik”

Nach dem Band “Erfolgreich recherchieren: Germanistik” ist nun bei DeGruyter auch der Band zur Linguistik vom gleichen Verfasser erschienen.

Von meinen Anmerkungen zum Germanistik-Band gelten für den Linguistik-Band analog die folgenden Punkte:

  • Bezeichnung der drei Abschnitte
  • Bezeichnung OPACfür den heute „normalen“ elektronischen Bibliothekskatalog
  • Übersetzung von drill-down als „Bohrung“
  • QR-Code zu klein
  • RSS-Feeds erwähnt aber nicht weiter erläutert
  • Open-Access erwähnt aber nicht weiter erläutert
  • Hinweis auf’s Verstehen des Zustandekommens von Trefferlisten
  • Suche in Klassifikationen
  • Goldkörnchen
  • Behandlung der Wikipedia

Ergänzend einige weitere Anmerkungen:

Auch diesem Band wünsche ich, daß er vielen Studierenden sprachwissenschaftlicher Fächer eine Hilfe ist – und daß er regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird.
Wobei zu überlegen wäre, ob, wie eine ULB-Kollegin im Gespräch darüber anmerkte, das gedruckte Buch für Werke dieser Art heutzutage noch die richtige Publikationsform ist.
Aber sie ist auf jeden Fall auch heute noch ein guter Anfang für den Einstieg in das Thema Recherchieren.

bookmark_borderweltliche bücher 1-7/2013

seit dem letzten post dieser reihe gelesen:

angeber der karibik
perscheid halt. was soll man da noch zu sagen? daß man ihn als den deutschen gary larson bezeichnen könnte, will er glaubich nicht hören. 🙂

vampyrologie für bibliothekare
band 1 der reihe „bibliotope“ im eisenhut-verlag und die erste „verbuchlichte“ folge der halloween lectures von eric w. steinhauer.
die verbindung zwischen vampiren und bibliotheken fand ich nicht ganz so einleuchtend deutlich wie der autor; dennoch ist das buch interessant, da es das thema vampire (und diverse ihrer verwandten) kurz und bündig auffächert und bezüge zur bibliothekswelt aufzeigt.
ich bin gespannt auf die nächsten beiden bände (bibliotheksmumien und seuchengeschichtliche aspekte im buch- und bibliothekswesen), die noch auf meinem amazon-wunschzettel herumlungern. 🙂

meister der komischen kunst: robert gernhardt
lief mir bei medium über den weg, was sehr praktisch war, um die reihe „meister der komischen kunst“ zu vervollständigen. [nagut, bislang hatte ich erst einen band, den zu gerhard glück. aber jetzt hab ich schon zwei bände. :)]
einige der schönsten arbeiten von robert gernhardt. der einzige nachteil: man bedauert mal wieder, was er noch alles hätte schaffen können, wenn er nicht so früh gestorben wäre. :/

lektüre zwischen den jahren 2012: glück
analog zum 2011er-band zum thema liebe läßt sich sagen: eine nette sammlung von kurzgeschichten und romanausschnitten für einen gemütlichen wintertag auf dem sofa. bei einigen werken habe ich mich aber schon gefragt, ob’s da wirklich um glück ging oder nicht eher um’s gegenteil. aber manchmal braucht man ja das gegenteil, um das eigentliche zu erkennen.

web 2.0 und social media in der unternehmenspraxis: grundlagen, anwendungen und methoden
ich gebe zu, daß ich nicht das ganze werk komplett gelesen habe. aber das grundlagenkapitel bietet einen sehr guten überblick über das themenspektrum, und in den zahlreichen fallstudien liest man sich an den stellen, die für einen selbst interessant sind, immer wieder mal fest – und sieht die zahlreichen möglichkeiten, die sich durch den einsatz von web-2.0-instrumenten in unternehmen (wie z.b. bibliotheken) bieten. spannend!

le livre des ombres
der vierte band der katherine-swinbrooke-reihe. spannend und gut zu lesen.

careless in red
band 15 der inspector-lynley-reihe. wie immer ein komplexer fall und so gut geschrieben, daß man für einige tage zu nicht viel anderem kommt als zu lesen. 🙂
da ich mir den band vor einigen jahren von philip gewünscht habe, hat er ihn mir auf englisch geschenkt. ich habe nicht jedes detail verstanden, aber es hat dennoch spaß gemacht. und vielleicht hat es geholfen, daß ich das werk während unseres england-urlaubes gelesen habe. 🙂
die nächsten beiden bände der reihe liegen schon im noch-zu-lesen-regal. bin gespannt. 🙂

der bischof: mord im jahr des herrn 1434
der vierte band der schwester-frevisse-reihe. und derjenige, der mir bislang am besten gefallen hat: es dauert nicht so lange, bis die relevante tat begangen wird, und die handlung geht zügig durch.
ich habe nur nicht verstanden, warum das werk „der bischof“ heißt. aber ich will hier nicht zu viel vom inhalt verraten. 🙂

ten poems about sheep
„for all that English literature has a centuries-old pastoral tradition, very few poets actually write about sheep“.
dieses heft macht diesem unseligen umstand nun ein kleines, aber feines ende: ein schön gemachtes heft in lila büttenpapier gebunden, mit, wie der name schon sagt, zehn gedichten mit/über/von schafen.
zudem liegen ein lesezeichen mit schaf und ein umschlag für den versand des heftes als geschenk bei.
was für anglophile schaffans!

neue führungskräfte in bibliotheken: erfahrungsberichte aus der praxis
dieses werk lief mir auf einem meiner informationskanäle über den weg, und ich habe es mir per fernleihe bestellt. schließlich gehöre ich ja mittlerweile auch ein klein wenig zur genannten berufsgruppe der „neuen führungskräfte in bibliotheken“. 🙂
bei den ersten beiträgen habe ich angesichts vieler alllgemeingültiger aussagen noch gedacht „och gott, ob dieses „führungs-sprech“ jetzt das ganze buch durch so weitergeht?“, aber im folgenden kamen dann doch noch einige konkrete (bis z.t. zu konkrete) berichte aus der praxis.
gut gefallen hat mir die platzierung eines wordles mit wichtigen begriffen aus dem text zu beginn jedes artikels anstelle eines klassischen abstracts.
was ich ergänzend noch interessant gefunden hätte, wären kurze infos zu den autoren (ausbildung, berufliche stationen, aktuelle position) gewesen. (klar, kann man sich auch zusammengoogeln. aber macht man nach ende des buches nicht unbedingt. und in herausgeberbänden ist es ja auch nicht ungewöhnlich, ein kapitel „über die autoren“ o.ä. anzuhängen.)
warum in einem deutschsprachigen artikel bei der zitierung deutschsprachiger literatur die angabe „unpublished ms.“ verwendet wird, hat sich mir nicht erschlossen. sehr gut nachvollziehen konnte ich allerdings das zitat zur polarforschung.
im dem artikel, der auf dieses zitat verweist, gibt es die schöne formulierung „klarer kopf und verteilte rollen“:

Ein klarer Kopf unterstützt die Haltung der anderen. Die besten Erfahrungen habe ich mit einer Mischung aus klaren Vorschlägen, gut vorbereiteten Tischvorlagen und Offenheit gemacht. Vorbereitung dient als Basis, die in Kombination mit der Offenheit für die Vorschläge und Ideen der Kollegen die gemeinsame Erarbeitung von konkreten Ergebnissen [ermöglicht? v.v.], deren Umsetzung auch von nahezu allen getragen wird. Werden Bedenken nicht als typische Anmerkungen von vermeintlich bekannten Bedenkenträgern abgetan, sondern als wichtige Rolle im verteilten Lösungserarbeitungsprozess gesehen, liegt darin eine echte Chance. Generell ist ein Team mit verteilten Rollen und Charakteren von frei denkenden Planerinnnen und Planern bis zu spezialisiertem Personal besonders erfolgreich. Daher unterscheidet Meredith Belbin neu verschiedene Teamrollen mit Stärken und Schwächen.“

[roesner, elke (2013): „organisations- und personalentwicklung in der ZB MED verankern. oder: was hat OE/PE mit polarforschung zu tun?“. in: futterlieb, kristin / vogel, ivo (hrsg.): neue führungskräfte in bibliotheken. erfahrungsberichte aus der praxis. wiesbaden: harrassowitz. (= beiträge zum buch- und bibliothekswesen. 56.) 68-78. hier: s. 74.]

die angesprochenen rollen lauten: spezialist, erfinder, kundschafter, macher, moderator, harmonisierer, perfektionist, risikomanager und umsetzer. siehe dazu z.b. die grafik hier oder unter http://www.belbin.com.

gut gefallen hat mir auch die idee des „ermöglichen“ von anne christensen:

Kapitel „Bibliotheksbenutzung im 21. Jahrhundert: Ermöglichen statt zugänglich machen“
„Das veränderte Informationsverhalten von Studierenden als größter Zielgruppe von wissenschaftlichen Bibliotheken stellt die Dienste der klassischen Benutzungsabteilung vor neue Herausforderungen. In den vergangenen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten konnte man sich darauf beschränken, die Hauptaufgabe der Benutzungsabteilung als „Zugänglichmachung“ von Literatur zu definieren […]. Bei dieser Definition steht die Bereitstellung von Medien aller Art zur Benutzung vor Ort oder zur Ausleihe im Vordergrund. Selbst wenn man diese Definition weiter zu Grund legt, wird deutlich, dass diese „Zugänglichmachung“ heute jedoch um einiges komplexer geworden ist. Neben einer Ausleihverwaltung muss beispielsweise auch eine technische Infrastruktur zur Benutzung digitaler Medien sowie zur Digitalisierung von gedruckter Information bereitgestellt und nutzbar gemacht werden.
Gleichzeitig umfassen die Aufgaben von Benutzungsabteilungen mehr als nur eine solche „Zugänglichmachung“ in einem technischen Sinn, sondern es geht vielmehr darum, Benutzerinnen und Benutzer dabei zu unterstützen, ein eigenes Verständnis von wissenschaftlicher Literatur, der Arbeit damit und der Erzeugung von wissenschaftlichen Texten zu entwickeln. Die entsprechenden Kurs- und Beratungsangebote von wissenschaftlichen Bibliotheken, ob in die universitäre Lehre eingebettet oder nicht, sind zwar nicht notwendigerweise in Benutzungsabteilungen angesiedelt, aber sie werden oftmals von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Auskunftsdienst angeboten.
Idealerweise handelt es sich hierbei nicht nur um eine Erweiterung der klassischen Aufgaben, sondern um eine neue Ausrichtung des bibliothekarischen Selbstverständnisses, das ich gerne mit dem Begriff der „Ermöglichung“ auf den Punkt bringen möchte. Über die traditionelle Bereitstellung von Literatur und technischer Infrastruktur sowie entsprechender Beratungsangebote hinaus geht es dabei um die bewusste Anerkennung des geänderten Informationsverhaltens von Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzern sowie einer entsprechenden Reaktion darauf. […]“

[christensen, anne (2013): „leitgedanke „ermöglichen“. herausforderungen in einer benutzungsabteilung“. in: futterlieb, kristin / vogel, ivo (hrsg.): neue führungskräfte in bibliotheken. erfahrungsberichte aus der praxis. wiesbaden: harrassowitz. (= beiträge zum buch- und bibliothekswesen. 56.) 161-171. hier: s. 162f.]

interessant sind solche bücher ja nicht nur zur werkspionage – was machen andere leute in anderen bibliotheken? –, sondern auch zur selbstreflexion.
meine bisherigen (im vergleich zu anderen leuten natürlich sehr überschaubaren) erfahrungen in einer führungsposition lauten:

  • „klarer kopf und verteilte rollen“ (roesner, s. 74)
  • ohne empathie gehts nicht. und oft ist es notwendig, auch kollegen dahin zu bringen, zumindest ein bißchen empathie einzusetzen.
  • kommunikation. mit drei ausrufezeichen.
  • dokumentation. je komplexer die sachverhalte und/oder je größer die zahl der beteiligten leute und/oder je konfliktträchtiger das themas desto wichtiger. womit ich gerne arbeite: wikis und geschäftsgänge.
  • delegieren. man kann irgendwann nicht mehr alles selbst machen. (das bedauere ich z.b. im fall der arbeit an der „aufsichts-theke“ in der germanistik-bibliothek.
  • werkspionage. man steht nur selten vor der aufgabe, ein neues rad zu erfinden. und anderswo werden sich schon viele leute viele gedanken zum gerade vor ort aktuellen thema gemacht haben.
  • kollegiale beratung. es geht nichts über den offenen blick, die meinung und die erfahrung von kollegen.
  • fortbildungen zum thema führung. fand ich unnötig. bevor ich selbst an einigen – sehr guten – teilgenommen habe.

british sheep breeds
das buch ist ein bißchen mogelpackung: ein moderner farbiger umschlag in zeitgemäßer qualität – und innen ein reprint der ursprünglichen ausgabe von 1986 mit schwarz-weiß-bildern.
aber die vorgestellten informationen zur schafhaltung in england (wenn auch stand1986) und zu den britischen schafrassen sind natürlich trotzdem sehr interessant.
die coolsten rassen: roughfell, dalesbred, herdwick, greyface dartmoor und wensleydale. 🙂

emily dickinson: liebesgedichte
von außen ein hübsches buch: reclam-universal-bibliotheks-größe, hellgrauer grundton, geprägtes schlichtes muster in weiß rot – sehr gelungen.
von innen kann ich mit den gedichten noch nicht allzuviel anfangen. auch wenn ich ein fan von gedankenstrichen bin – in den vorgestellten texten von emily dickinson sind ein paar zu viel drin, sodaß die texte irgendwie ständig einen „innerlich zerrissenen“ eindruck machen. aber man müßte ihnen wohl noch ein paar chancen geben. so schön, wie das buch von außen ist. 🙂

pelikan: die marke
in meiner füllersammlung befindet sich (noch?) kein pelikan. aber im (von der firma pelikan gehosteten) penexchange-forum tummeln sich viele „pelikaner“, und eine frage bei der identifizierung von älteren füller-modellen lautet immer: wie viele küken sind im logo zu sehen?
warum sich diese zahl im laufe der zeit geändert hat? dieses buch verrät es. neben anderen interessanten details rund um die 175 jahre, die die marke pelikan in diesem jahr alt wird.

interpretationen: gedichte von erich fried
pflichtlektüre für erich-fried-fans (wie mich).
ich hätte mir allerdings mehr liebesgedichte gewünscht. 🙂 und wie bei so oft bei lyrik-interpretationen fragt man sich manchmal, ob sich der dichter das, was in die texte hinein- und herausinterpretiert wird, bei schreiben auch wirklich alles gedacht hat … 🙂

verneig Dich vor dem tod
die nächste fidelma-folge. in der sie eadulf in sein heimatland folgt, wo sie in einem düsteren kloster selbst in gefahr geraten. der fall ist ziemlich verwickelt, wird aber gewohnt souverän und mit einer interessanten lösung gelöst. und die beziehung zwischen fidelma und eadulf macht einen entscheidenden schritt. nein, zwei sogar. 🙂

pantone: 35 inspirational color palettes
35 farbkombinationsvorschläge. einige sind nicht mein fall, einige rauschen neutral an mir vorüber, aber einige finde ich sehr gelungen. eine schöne inspirationsquelle, falls man mal zusammenpassende farben benötigt und kuler nicht weiterhilft.

butter, brot und läusespray: was einkaufszettel über uns verraten
es gibt nichts, was man nicht sammeln kann. hier: die einkaufszettel anderer leute.
die kommentare von boning finde ich manchmal etwas sehr bemüht lustig, aber einige sind wirklich amüsant. und es ist in der tat interessant, was andere leute auf ihre einkaufszettel schreiben. man selbst wird seine zettel nach der lektüre des buches wohl etwas bewußter schreiben. und leserlicher. man weiß schließlich nie, ob der zettel nicht eines tages bei herrn boning auftaucht … 🙂

die tote im nebel
der klappentext verspricht einen „historische[n] Krimi, der alten Märchenmythen auf den Grund geht“, und in dem wilhelm grimm (ja, *der* grimm) beim ermitteln hilft.
eine nette ausgangsidee. ihre umsetzung läuft allerdings nicht gefahr, einen literaturnobelpreis zu gewinnen. und herr grimm hilft nur am rande mit.
immerhin ist die auflösung des falls recht überraschend.

tod bei vollmond
der nächste band der fildema-reihe. wieder ein spannend konstruierter fall, interessante entwicklungen im privatleben von fidelma und eadulf – und wieder mal ein cliffhänger, der dafür sorgt, daß man am liebsten direkt losfahren und den nächsten band kaufen will. 🙂

die insel, die kolumbus nicht gefunden hat
eine sammlung von sieben texten, die der schweizer schriftsteller adolf muschg zwischen 1987 und 1993 verfaßt hat.
ich muß gestehen, daß ich nicht alles verstanden habe und einige texte etwas langatmig fand. es sind aber auch viele interessante details und anregungen dabei. für die man allerdings wohl „japan-vorkenntnisse“ benötigt, um sie nachvollziehen zu können.
also kein werk für japan-anfänger, aber für „fortgeschrittene“ durchaus interessant.

[die links zu amazon sind sogenannte partner-links; bei einem verkauf darüber erhalte ich eine kleine provision.]

bookmark_borderweltliche bücher 1-11/2012

seit dem letzten post dieser reihe gelesen:

zwischen gott und der see
ein roman über leben und werk von gerhard mercator.
zu anfang dachte ich noch „naja, ganz nett geschriebene geschichte“, aber dann wurde es doch noch richtig spannend. 🙂
die anderen bücher von john vermeulen werde ich auf jeden fall auch noch lesen.

lieblingswörterbuch
ein nettes kleines buch aus dem duden-verlag, das die lieblingswörter von prominenten aus dem deutschsprachigen raum versammelt.
interessant, auf was für wörter die leut z.t. kommen und welche begründungen sie dafür haben.
und unweigerlich überlegt man, welches wort man selbst genannt hätte. gar nicht so einfach!

hunde haben herrchen – katzen haben dosenöffner
ich habe noch kein katzenbuch gelesen, in dem mehr katzenkrankheiten vorkamen – aber nun gut, es wurde auch von einer tierärztin geschrieben. und daß diese tierärztin amerikanerin ist, mehr man an der häufigen erwähnung von katzen, denen die krallen gezogen wurden. *brrrrrr*
aus diesen beiden gründen vielleicht kein buch für katzen-anfänger. 🙂 für fortgeschrittene katzenhalter ganz nett zu lesen, und die ein oder andere neue information steht auch drin. und viel über katzenkrankheiten … 🙂

das große buch der klassischen tierporträts
aufgrund des schafes mit dem perlohrring auf der titelseite natürlich wie für mich gemacht. aber auch die anderen bilder sind faszinierend gut und mit amüsanten begleittexten versehen.
ein schönes buch für kunstliebhaber mit humor.

das eichhörnchen
eichhörnchen sind cool. und in diesem buch steht alles – wirklich alles! – über sie drin.

die große brocklaus
gäbe es nicht in der neon die kategorie „wortschatz“ und gäbe es nicht das daraus resultierende buch „wortschatz: 698 neue worte für alle lebenslagen“ – ja, dann hätte man diesen brockhaus-nachbau entspannter genießen können. so aber wirken manche einträge arg bemüht, v.a. die einträge zu fingierten personen fallen durch alberne fotos auf, und es bleiben nach dem durchblättern nur einige wenige gute artikel im gedächtnis.
gute idee, aber hätte man besser machen können.

deutsche aphorismen
ich liebe die kleinen gelben reclam-hefte nachwievor. und wenn sie dann auch noch voller aphorismen sind, um so besser. 🙂
in dieser beeindruckenden sammlung sind neben den „üblichen verdächtigen“ viele autoren vertreten, von denen ich vorher noch nie was gehört hatte. in meine zitate-sammlung haben es im vergleich zur menge im buch nur wenige aphorismen geschafft, aber dennoch ist das buch eine schöne happenweise lektüre z.b. für den nachttisch.

fit für’s museum
leihgabe meines papas. nett gemacht und für leute, die nicht oft ins museum gehen oder schon lange nicht mehr in einem drin waren, hoffentlich eine kleine motivation. für „geübte“ museumsgänger nichts neues, aber nett „wegzulesen“.

das kloster der toten seelen
„fidelma 11“. eine ziemlich komplexe handlung dieses mal, ziemlich brutrünstig und phasenweise ziemlich gefährlich für fidelma und eadulf, aber wieder interessant aufgelöst. genau das richtige für einen sonntag auf der terrasse. 🙂 und auch der „cliffhanger“ der rahmenhandlung macht wieder lust auf’s weiterlesen im nächsten band.

bretonische verhältnisse
ein zufallsfund beim stöbern bei thalia an pfingstsamstag. und genau das richtige für pfingstsonntag auf der terrasse. 🙂
ein sympathischer kommissar, eine schöne gegend und ein ganz gut konstruierter fall. macht lust auf die angekündigten folgebände.

pantone: farbe in kunst und leben
„mit pantone durch’s jahrhundert“: anhand von verschiedenen themenbereichen werden die jahrzehnte des zwanzigsten jahrhunderts und die für sie typischen farbkombinationen vorgestellt. eine nette idee und eine nette tour d’horizon durch 100 jahre und dutzende von farben.
das bild auf dem schutzumschlag finde ich etwas dröge. nimmt man ihn aber ab, hat man einen schönen einband in klassischer „pantone-aufteilung“ in quietschpink. ich hätte für den schutzumschlag das gleiche motiv genommen, weil’s einfach so pantone-typisch ist und für meinen geschmack ein besserer blickfänger wäre.

die novizin: mord im jahre des herrn 1431
es gibt nicht nur fidelma: es gibt auch schwester frevisse! war jahrelang an mir vorbeigegangen, aber jetzt hab auch ich es gemerkt. 🙂
die protagonistin ist ziemlich anders angelegt, der erste band ist nett zu lesen – scheint ähnlich wie damals bruder cadfael und wie fidelma genau das richtige für nette abende oder wochenenden im sessel, auf’m sofa oder auf der terrasse. 🙂

céline: beyond the image
ein schöner band mit zahlreichen fotos von céline dion – und mit amerikanischpathetischkitschiger begleitgeschichte über den ehemals drogenabhängigen fotografen. viele happy-family-bilder, aber auch schöne konzert-fotos. muß man aber nicht unbedingt für die dion-sammlung haben.

bildlexikon der völker und kulturen: japan
ein schön gestaltetes und reich bebildertes lexikon mit informationen zu zahlreichen „typisch japanischen“ sachen. was zum stöbern.

die magd: mord im jahr des herrn 1433
der zweite band der schwester-frevisse-reihe.
es dauert, wie auch schon im ersten band, relativ lange, bis das erste „eigentliche“ verbrechen geschieht, aber die geschichte liest sich gut weg und die auflösung ist interessant gedreht.

goethe und der ginkgo: ein baum und ein gedicht
interessante hintergrundinformationen zu dem ginkgo-gedicht, verpackt in ein hübsches bändchen der hübschen „insel-bücherei“-reihe. genau das richtige für ginkgo- und goethe-fans. 🙂

rungholts sünde
die zweite band der serie um den dicken und manchmal ziemlich muffeligen ermittler im historischen lübeck. die geschichte ist relativ chaotisch und relativ blutig, aber gut gestrickt und gut erzählt. bin schon auf den dritten band gespannt.

chinesische weisheit
ein schönes kleines buch aus der reclam-reihe, aber keine „leichte kost“ auf glückskeks-niveau, sondern eher was für fortgeschrittene. man muß sich glaubich ziemlich mit der chinesischen kultur auskennen, um alles zu verstehen. ich konnte damit ehrlichgesagt nicht allzuviel anfangen.

gäbe es keine kirschblüten … tanka aus 1300 jahren
auch ein schönes reclam-buch — mit dem ich sehr viel mehr anfangen konnte als mit den chinesischen weisheiten. 🙂

der brief des feindes
sano ichiros neunter fall. und irgendwie ein wenig „too much“: der fall, den sano lösen muß, betrifft nicht nur einen todesfall, sondern gleich wieder das ganze schicksal des landes, es geht nicht nur um seinen ruf als ermittler, sondern um sein leben, und seine frau meint auch wieder, sich in lebensgefahr begeben zu müssen, um zu helfen.
aber sei’s drum: da man ja weiß, daß noch weitere bände folgen und die protagonisten also überleben werden, ist es für sommerliche terrassen-lektüre in ordnung. und der fall nimmt zum schluß auch noch eine interessante wendung.

von treppenwitz bis sauregurkenzeit: die verrücktesten wörter im deutschen
erklärungen zu verschiedensten wörtern und ihrer herkunft, mit ausführlichen literatur-/korpusbelegen. für die zwecke kapitelweise lektüre z.b. einer bad- oder nachttisch-bibliothek gut gegeignet.

l’oeil de dieu
der zweite band einer reihe, deren ersten band ich gar nicht in dieser „gelesen“-serie vermeldet habe.
warum ich damit auf französisch angefangen habe, weiß ich nicht mehr, aber es ist eine schöne gelegenheit, mal wieder was auf französisch zu lesen. es gibt diese reihe (wie auch alle anderen des verfassers, der mit mehreren pseudonymen hantiert, aber auch auf deutsch.
protagonistin der im 15. jahrhundert spielenden geschichten ist eine englische apothekerin und ärztin namens katherine swinbrooke, die kriminalfälle lösen muss. und das natürlich auch schafft. 🙂

le marchand de mort
der dritte band der katherine-swinbrooke-reihe. ein steuereintreiber wird umgebracht. die umstände sind rätselhaft, alle gäste, die mit ihm in einer herberge übernachtet haben, hätten ausreichend motive – aber die auflösung ist dann doch recht überraschend.

prezi for dummies
von diesem werk hatte ich mir mehr erwartet. aufgrund der struktur der kapitel gibt es viele dopplungen (die nicht nötig wären, so komplex ist das programm nun auch nicht), und es gibt viel allgemeines zum thema präsentieren und visualisieren, was an sich vielleicht interessant sein mag, ich aber in einem buch zu einem programm nicht erwarte. da erwarte ich details zur bedienung des programms, und da dann auch mehr als screenshots nur von menü-elementen (und dann auch noch unsinnige komplett-monitor-shots, statt nur den relevanten ausschnitt zu zeigen). ich hoffe, daß es mittlerweile bessere prezi-bücher auf dem markt gibt. (wenn jemand eins kennt, freue ich mich über einen hinweis.)

wilsberg: in alter freundschaft (comic)
von den wilsberg-krimis habe ich nur zwei oder drei der frühen folgen gelesen, und die fernseh-adaptionen habe ich nur in kurzen auszügen gesehen. die comic-version hat aber aufgrund der vorab in der WN veröffentlichten und in einer ausstellung im krameramtshaus gezeigten zeichnungen von jörg hartmann und aufgrund der langen entstehungsgeschichte [über zehn jahre – wie das so ist, wenn einem die normale arbeit immer dazwischenfunkt … :)] mein interesse geweckt.
die story dieser ausgabe, zusammengesetzt aus zwei wilsberg-folgen, fällt in die kategorie „okay“, die zeichnungen sind aber wie erwartet beeindruckend. nicht nur das prinzipalmarktpanorama. 🙂

baltrumer dünengrab
der vierte baltrum-krimi. standesgemäß auf baltrum gelesen. 🙂 ganz gut gestrickte geschichte. und zumindest einer leiche trauert man nicht hinterher …

wo kein zeuge ist
endlich ist der bann gebrochen. seit jahren habe ich diesen band meiner lieblings-krimi-reihe vor mir hergeschoben. weil etwas fürchterliches geschieht. was, ist seit jahren bekannt. aber dennoch hab ich es irgendwie nicht übers herz gebracht, das buch anzufangen. jetzt aber endlich, im baltrum-urlaub. trotz des besagten und weiterer fürchterlicher ereignisse eine grandiose folge der lynley-serie.
jetzt kann ich auch endlich die mittlerweile schon erschienenen weiteren bände der reihe lesen … 🙂

l’art japonais
in einer luxembourger buchhandlung entdeckt: ein sehr schön aufgemachtes buch, das ausgewählte japanische kunstobjekte in ihrem zeitlichen kontext und in ihren handwerklichen details vorstellt. für japan- und kunst-fans sehr interessant!

lammland
ein kleines büchlein mit vermischten gedanken rund um’s lamm und größere schafe. der titel auf dem umschlag ist in comic sans gesetzt (sic!) und die texte sind keine hochliteratur. aber der verfasser, dieter staacken, ist ausgebildeter kunstlehrer, und die bilder und zeichnungen, die im büchlein enthalten sind, gefallen mir sehr gut. ein bildband damit wäre was!

der vogelfreie: mord im jahr des herrn 1434
der dritte band der schwester-frevisse-reihe. der anfang zieht sich ein wenig bis ziemlich, aber dann wird es doch noch „actioniger“ und damit auch relativ spanennd.
die cover-werbung „schwester frevisse, die miss marple des mittelalters“ halte ich aber für maßlos übertrieben. die aussage würde eher auf schwester fidelma passen als auf diese dame hier.
als „seichte sofa-lektüre“ eigenen sich die bände dieser reihe aber ganz gut, daher werde ich die nächsten wohl auch noch lesen. 🙂

fachchinesisch typographie
für leute, die sich für asiatische schriften und typographie interessieren, ein schönes buch!
susanne zippel stellt die CJK-schriftsysteme (china, japan, korea) vor und geht dann unter allen erdenklichen perspektiven auf ihre verwendung im satz ein. der schwerpunkt liegt, wie der titel besagt, auf dem chinesischen, aber vielen davon läßt sich auf aufs japanische anwenden, und auch für den einsatz der koreanischen schrift gibt es einige tips.
aufgrund der größe und des gewichts ist es etwas schwierig, es sich mit dem buch zum schmökern gemütlich zu machen, aber kleiner hätte es aufgrund der detailfülle wohl nicht sein können. und irgendwann hat man die kissen-/decken-verteilung zur bequemen ablage raus. und dann kann man stunden mit dem buch verbringen. 🙂
nachtrag: für fachleute ist das buch wohl eher ungeeignet bis ärgerlich, wie monika lehner in ihrem blog festgestellt.

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bookmark_border„Erfolgreich recherchieren: Germanistik“

Der Verlag De Gruyter hat mir freundlicherweise ein Dozenten-Exemplar des Germanistik-Bandes der neuen Reihe „Erfolgreich recherchieren“ zur Verfügung gestellt.
Zeitlich kommt das ganz passend: Ich habe vor kurzem die ULB-„Fach im Fokus“-Seite zur Germanistik überarbeitet und bin daher grad „drin im Thema“.

Ich will hier keine ausführliche Rezension verfassen, da ich nicht genug andere Ratgeber dieser Art kenne, um Vergleiche anstellen und den DeGruyter-Band in die „Recherche-Ratgeber-Landschaft“ einordnen zu können.
Ein paar Gedanken, die mir während der Lektüre kamen, seien hier aber festgehalten.

  • Die Bezeichnung der drei Abschnitte des Buches, „Basics, Advanced, Informationen weiterverarbeiten“, erscheint mir etwas inhomogen. Was „triadischeres“ fällt mir aber auf die Schnelle auch nicht ein.
  • Ist die Bezeichnung OPAC für Bibliothekskataloge wirklich noch aktuell? Die Abgrenzung Zettelkatalogelektronischer (Online-)Katalog, für die OPAC genutzt wurde, hat sich ja mittlerweile dahin verschoben, daß nicht mehr die elektronische, sondern die analoge Variante markiert wird (Katalog vs. Zettelkatalog).
    Vielleicht rührt mein Empfinden nur daher, daß wir in der ULB Münster schon vor Jahren OPAC durch ULB-Katalog ersetzt haben; ich finde aber, daß OPAC heutzutage ein vermeidbares Akronym ist.
  • Einige Abbildungen (keine Screenshots) (z.B. auf Seite 3 oder Seite 36) zeigen JPG-Artefakte oder andere Unschärfen. Sowas darf in einem Buch des Jahrgangs 2012, das zudem in einem renommierten Verlag erscheint, meiner Meinung nach nicht passieren.
  • Drill-down wird mit ‚Bohrung‘ übersetzt und die Nutzung von Drill-Down-Funktionen als „“Bohrung“ nach den relevantesten Treffern“. Hm. Finde ich nicht ganz überzeugend. Wo ist z.B. das Element down hin? Ich finde Übertragungen wie filtern oder eingrenzen passender.
  • Mich persönlich freut es natürlich, auf Seite 7 einen QR-Code zu entdecken. 🙂 Allerdings ist seine Größe recht knapp bemessen, sodaß nicht alle Reader-Apps ihn auslesen können.
  • Beim Thema Alert-Dienste werden RSS-Feeds zwar erwähnt, aber nicht näher erläutert (auch später im Buch nicht). Da aber RSS-Feeds leider noch nicht zum Allgemeinwissen von Studierenden und Lehrenden gehören, wäre eine kurze Erklärung mit Anwendungsbeispielen sinnvoll gewesen.
  • Den Hinweis auf Dandelon hat mir diese nette Suchmaschine wieder in Erinnerung gerufen, und ich habe sie gleich bei den Linktipps auf meinen Fachinformationsseiten ergänzt. 🙂
  • Bei den bibliographischen Datenbanken hätte ich nicht die MLA als erstes angeführt, sondern sie erst nach BDSL, BLL(DB) und Gemanistik (Online) gesetzt. Aber das ist vermutlich Geschmackssache; solange alle vier auftauchen ist die Reihenfolge wohl nachrangig.
  • Bei der BDSL hätte man bei der Erläuterung der Systematik noch erwähnen können, daß man einzelne Klassen per RSS-Feed abonnieren kann und darüber benachrichtigt wird, wenn es Neuzugänge in der jeweiligen Klasse gibt. (By the way: Ich hoffe, daß diese Funktionalität auch in der BLL noch nachgerüstet wird.)
  • Gut gefällt mir im Kapitel „Tipps für die Recherche in Datenbanken“ der Hinweis „Versuchen Sie immer zu verstehen, weshalb Sie zu den angezeigten Treffern gekommen sind“. Da denken viele nämlich nicht drüber nach.
  • Sehr schön auch das Kapitel zur Suche in Klassifikationen, was ja leider auch ein viel zu unbekanntes Gebiet ist. [Und das sage ich nicht nur, weil ich mich gerade mit Aufstellungssystematiken beschäftige. :)]
    Allerdings hätte ich einen etwas aussagekräftigeren Screenshot als den kleinen Ausschnitt aus MelvilSearch verwendet.
  • Wichtig auch der Tipp, passende Treffer (Gantert nennt sie Goldkörnchen) zum Ausgangspunkt weiterer Recherchen zu machen. Allerdings könnte es sein, daß dieser im Systematik-Kapitel „versteckte“ Hinweis nicht die Aufmerksamkeit erhält, die ihm zustünde.
  • Aus dem gleichen Grund hätte ich die schön kompakten abschließenden Hinweise zu den vorgestellten Suchinstrumenten und ihren Besonderheiten in ein gesondertes Kapitel à la „Fazit“ odersowasähnliches gesetzt und nicht an das Klassifikationskapitel „drangehängt“.
  • Zwar wird beim Thema Zeitschriften das DOAJ erwähnt, aber was es mit Open Access auf sich hat, wird weder hier noch auf der im Register angegebenen Seite 65 erläutert. Das wäre aber notwendig, denn wie RSS-Feeds ist auch Open Access nicht jedem Germanisten bzw. Germanistik-Studierenden bekannt. (Und Open Access ist für die Wissenschaft noch wichtiger als RSS-Feeds.)
  • Erfreulich zu sehen, daß im Kapitel zu elektronischen Nachschlagewerken auch die Wikipedia erwähnt und fürs Zitieren der Hinweis auf das Abrufdatum gegeben wird. Ich würde ergänzend immer empfehlen, auch die Uhrzeit zu vermerken (Artikel können sich ja quasi minütlich ändern) und als Adresse den Permanenten Link (unter „Werkzeuge“ in der Navigation links) zu nutzen.
  • Bei den Wörterbüchern wird das Wiktionary erwähnt. Sehr schön!
  • Und auch Linkresolver werden an verschiedenen Stellen im Buch angesprochen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Erläuterungen dazu für jemanden, der damit bislang noch nichts zu tun hatte, ausreichen, aber immerhin ist ein Anfang gemacht.
  • Gibt es bei der Fernleihe wirklich keine Benachrichtigung, wenn eine „Nichterfüllbarkeit des Bestellwunschs“ vorliegt? (Ist mir schon länger nicht mehr passiert, daher weiß ich das nicht.)
  • Bei „E-Books-on-Demand“ könnte man drüber reden, aber Dokumentenlieferdienste würde ich nicht als „neue Form der überregionalen Litearturversorgung“ bezeichnen.
  • Was man noch ergänzen könnte: Mailinglisten (auf die Liste H-Germanistik wird zwar am Ende des Kapitels zur ViFa GiN kurz hingewiesen, aber das wars dann auch schon), weitere Web-2.0-Aspekte wie Wikis jenseits der Wikipedia oder Twitter, PaperC.
  • Beim Thema Zitieren wird die „amerikanische Zitierweise“ (wie lange sich diese Bezeichnung wohl noch halten wird?) mit Kurzbelegen à la „Müller 1995, S. 23“ immerhin erwähnt, wenn auch eingeschränkt: „In Deutschland werden sie vor allem bei der sprachwissenschaftlichen Forschungsliteratur verwendet.“ Direkt danach folgt dann: „In Deutschland ist die Fußnote die klassische Methode, um von einem Zitat im Text auf das verwendete Originaldokument zu verweisen.“ Hm. Man ist versucht, den Literaturwissenschaftlern zuzurufen: „Traut euch! Die Kurzzitierweise tut nicht weh, und sie ist handlicher als das Fußnotengewusel! Und man kann sogar das „S.“ weglassen und „Müller 1995:23″ setzen, dann wirds noch handlicher!“ 🙂
  • Statt ein eigenes Glossar zu erstellen, wird auf das unter www.informationskompetenz.de verwiesen. Gute Idee.
  • Ein kleines Detail: Ich hätte bei den Verweisen auf andere Kapitel das „siehe unten“ und „siehe oben“ weggelassen. Zum einen finde ich es aufgrund der häufigen Verweise etwas „viel“, zum anderen können dadurch unnötige Fehler wie „s. u. S. 5“ auf Seite 33 entstehen.
  • Die Gestaltung des Bandes finde ich ansprechend. Die Marginalien sorgen für Übersichtlichkeit, hätten aber angesichts des großen Seitenrandes außen durchaus noch größer ausfallen können; einige Logos hätten dann etwas größer und damit besser erkenbar dargestellt werden können. (Vielleicht ist der große Seitenrand als „Raum für Notizen“ gedacht, aber ich glaube nicht, daß in Büchern dieser Art viel notiert wird.)
  • Alles in allem gefällt mir der Band gut und ich hoffe, daß er vielen Germanistik-Studierenden eine Hilfe sein wird.
    Und daß er regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird! 🙂

    Zu guter Letzt sei hier noch ein Auszug aus dem gleichnamigen letzten Kapitel des Buches wiedergegeben, das das Motto, das dem Vorwort vorangestellt ist, wieder aufgreift und an die Entdeckerfreude der Leser appelliert:

    Findet, so werdet ihr suchen„. Mit diesem Zitat, das Achim von Arnim den Brüdern Grimm 1808 ins Stammbuch schrieb, beginnt dieses Buch. Sehr pointiert drückt diese Umkehrung der bekannten Stelle des Matthäus-Evangliums (7,7) aus, was erfolgreiches Recherchieren im wissenschaftlichen Kontext sein kann. Erfolgreiches Recherchieren kann den Weg öffnen zu neuen Fraegn und Erkenntnissen, zu neuen Querverbindungen und Perspektiven. Und gute Rechercheergebnisse wecken das Interesse an neuen Recherchen, neuen Suchstrategien und unbekannten Informationsressourcen.

    [Gantert, Klaus (2012): Erfolgreich recherchieren: Germanistik. Berlin/Boston: de Gruyter. (= Erfolgreich Recherchieren.) S. [108].]

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

bookmark_borderweltliche bücher 4-12/2011

seit dem letzten post dieser reihe gelesen:

der palast des drachenkönigs: sano ichiros achter fall
diesmal fängt alles recht harmlos an: die mutter des shogun will unbedingt zum fuji-san reisen und bestimmt, daß sie z.b. von sanos frau begleitet wird. auf dem weg geraten sie allerdings in einen hinterhalt.
die geschichte ist wieder mal sehr blutrünstig, aber wie immer interessant gestrickt und mit einem rasanten finale.
ich mußte diesen band mühsam gebraucht erstehen, für das doppelte des ursprünglichen preises; keine ahnung, warum er nicht mehr „normal“ lieferbar ist. aber war tut man nicht alles als „reihen-leser“ … 🙂

vor dem tod sind alle gleich
der neunte band der fidelma-reihe. im vorgehenden band wurde fidelma eines mordes verdächtigt, jetzt muß sie eadulf zu hilfe eilen, der schon so gut wie gehenkt ist.
wieder eine muntere geschichte mit vielen überraschenden wendungen und einem schluß, der einen auf den nächsten band gespannt macht.

der falsche apostel
dieser fidelma-band ist, anders als die vorgehenden, keine eigenständiger roman, sondern eine sammlung von 15 kurzgeschichten rund um die ermittelnde nonne.
wenn man zuviele geschichten hintereinander liest, kann einem die lobhudelei über fidelma etwas auf den keks gehen, aber als bettlektüre der kategorie „alle paar tage eine geschichte“ ist der band gut geeignet. 🙂

gebrauchsanweisung für japan
ein vergnügliches buch über allerlei grundlegendes und kurioses rund um japan.
wenn’s nicht grad das erste buch über das land ist, das man liest, steht nicht allzuviel neues drin, aber es ist kurzweilig und amüsant geschrieben.

die schafgäääng – im auftrag des widders
eine ziemlich kuriose schaf-mischung, eine völlig schräge handlung, seltsame non-schaf-protagonisten — aber alles in allem eine lustige geschichte. 🙂

schafe als rasenmäher halten
(erhältlich bei „einfälle statt abfälle„)
ich habe dieses interessante heftchen bei einer verlosung im schäferblog gewonnen. wolliges glück, sozusagen! 🙂
das heft ist klar als einsteiger-lektüre gedacht und auch als solche gekennzeichnet: es will und kann ausführliche fachlektüre zum thema schafhaltung nicht ersetzen, aber es möchte einen ersten ein- und überblick geben für leute, die überlegen, sich ein kleines „rasenmäher-rudel“ zu halten.
es beginnt mit einem überblick über einige schafrassen, die sich zu diesem zweck der hobbyhaltung eignen und erläutert, worauf man bei der „besichtigung“ eines schafes achten muß.
darauf folgt ein sehr interessantes kapitel „was schafe wollen, und was sie brauchen“, das einen guten einblick in die lebenswelt der schafe gibt: verhalten, futter, gelände.
für den schafhalter wird erklärt, welche art der umfriedung seine herde benötigt, damit kein schaf hinaus und kein feind hinein kann, und welches werkzeug man dafür und für die pflege der schafe (klauenpflege, tägliche kontrollen, vorbeugung und behandlung von krankheiten) braucht.
weiter geht’s mit den themen „schafe vermehren“ und „schafwolle“.
nach diesen thematischen kapiteln bietet die autorin eine grobe übersicht über die kosten, mit denen für die tiere und ihre lebenswelt zu rechnen ist, und anhand von checklisten kann man überprüfen, ob man alles verstanden hat und wie die lage für eine eventuelle eigene anschaffung aussieht.
zum schluß gibt es noch antworten auf verschiedene häufig gestellte fragen.
alles in allem ein interessantes heft für einsteiger, mit 8€ recht günstig, locker aber doch sachlich fundiert geschrieben. ein heft für jeden schaf-fan!
was mir an interessantem „kleinkram“ im gedächtnis geblieben ist:
– schafe mögen eine gewisse routine im tagesablauf [sehr sympathisch: ich auch :)]
– ab vier tieren fühlen sich schafe als eine herde [das ist bei menschen ja ähnlich]
– schafe fressen gern rosenblätter und brombeerenblätter [soso!]
– „Schützen Sie Ihre Schafe nach der Schur vor Sonnenbrand.“ [! :)]

die bruderschaft der runen
ein spannender titel, ein vielversprechender klappentext — und eine geschichte, die in die kategorie „ganz nett, aber mehr auch nicht“ gehört. hätte man glaubich mehr draus machen können, aber nun denn; für urlaubslektüre-ohne-groß-mitdenken reichts, und das ende ist schön vorhersehbar. 🙂
wenn wenigstens die runen, von denen die ganze zeit die rede ist, auch mal abgebildet gewesen wären! 🙂

der rache kaltes schwert
der nächste band aus der reihe und gemma und duncan.
wieder sehr spannend gemacht, mit einer parallelgeschichte und viel bezügen unter den personen und in die vergangenheit.
und natürlich mit neuen entwicklungen im familienleben der beiden protagonisten.
sehr empfehlenswert!
aber auch für diese krimi-reihe gilt: wer sie lesen will, sollte mit dem ersten band anfangen, damit man die rahmengeschichte und einige verweise in der geschichte besser versteht. eine übersicht über die bände gibts im wikipedia-eintrag zur autorin.

das vergessene pergament
haben wir im auto auf dem weg von und nach leipzig & weimar gehört. ganz nette geschichte, aber ein etwas enttäuschender schluß. zur autofahr-unterhaltung aufgrund der zwischendurch immer wieder aufkeimenden spannung ganz gut geeignet; manchmal ärgert man sich aber über die naivität der romanheldin. 🙂
laut kundenrezensionen muten einige stellen wohl deshalb seltsam an, weil es sich halt um eine gekürzte fassung des buches handelt. das werd ich aber jetzt nicht mehr lesen.

meister der komischen kunst: gerhard glück
ich kannte die bilder von glück aus der „folio“-beilage der nzz. von sarah und dennis gabs jetzt zu weihnachten ein erstes buch von ihm (das sicherlich nicht das letzte sein wird).
herrlicher humor in faszinierend gut gemalten bildern!

simon’s katze: kätzchenchaos
die welt von simons katze wird durch eine kleine fundkatze mächtig aufgemischt. da kommt richtig leben in bude und garten! 🙂

lektüre zwischen den jahren 2011: liebe
meine mama bekommt jedes jahr die „lektüre zwischen den jahren“-heftchen geschenkt und schenkt sie prompt an mich weiter. bislang habe ich sie kaum gelesen, weil es zu weihnachten meist genug andere literatur gab, aber in diesem jahr hab ich mich vom untertitel verleiten lassen.
eine nette sammlung von kurzgeschichten, romanausschnitten und gedichten für einen gemütlichen wintertag auf dem sofa.

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bookmark_borderweltliche bücher 1/2010-3/2011.

seit dem letzten post dieser reihe gelesen:

an Dich
vgl. hier. 🙂

dewey und ich: die wahre geschichte des berühmtesten katers der welt
herzergreifend, wenn auch im amerikanischen helden-stil geschrieben. das „und ich“ im titel kommt auch nicht zu kurz: man erfährt auch vieles aus dem ereignisvollen leben der betreuenden bibliothekarin. für katzen- und bibliotheksfans sind aber die katzen-dönekes natürlich am schönsten. 🙂
infos zum kater: http://en.wikipedia.org/wiki/Dewey_Readmore_Books
fotos: http://spencerlibrary.com/deweypics.htm
er hat sogar eine facebook-seite: http://www.facebook.com/pages/Dewey/34303826286

tod im tal der heiden
„fidelma 6“. 🙂
manchmal etwas oberlehrerhaft im ton, aber ab etwa der hälfte wieder eine spannende und aufwendig konstruierte handlung. immer wieder eine nette leichte krimi-lektüre, die reihe.

tod in der königsburg
fidelma 7. der englische originaltitel – „the vanished monk“ – ist etwas passender als die deutsche übersetzung. aber nichtsdestotrotz ist die handlung wieder spannend und phasenweise rasant. man achte vor allem auf silberspangen, die häufiger mal im text vorkommen. 🙂
zum ende hin entschließt sich fidelma zu eadulfs enttäuschung – mir scheint das ein klassischer fall von aneinandervorbeigeredet – allein auf pilgerfahrt zu gehen. der nächste band verspricht also, nicht nur im hinblick auf die krimi-handlung spannend zu werden, sondern auch in bezug auf die frage, ob die beiden sich wieder zusammenfinden. ich hoffe doch sehr! 🙂

tod auf dem pilgerschiff
fidelma 8. auf hoher see passieren auf einem pilgerschiff merkwürdige dinge — die bis zum schluß spannend bleiben. und wie schon im vorhergehenden band gibts einen „cliffhänger“ zum folgenden band. mußte mich zwingen, den nicht sofort zu bestellen; man muß sich die restlichen folgen ja gut aufteilen. 🙂

das verlorene gedicht / böses Erwachen“ (2 krimis in einem band)
nach langer zeit habe ich mich mal wieder an die krimi-reihe von deborah crombie gemacht – und mich danach gefragt, warum ich damit so lange gewartet hab: die beiden folgen sind wieder einmal sehr spannend, und auch die rahmenhandlung nimmt sehr interessante wendungen.
der vorteil des langen wartens: es gibt mittlerweile schon einige weitere bände, die jetzt auf mich warten. 🙂

von fremder hand
der nächste band der deborah-crombie-serie.
wieder ein sehr spannender fall (auch wenn einige amazon-rezensenten ihn als hahnebüchen abtun — so what? ist schließlich keine hochwissenschaftliche literatur, sondern ein abenteuer) und zwei interessante neuigkeiten für die rahmenhandlung.

dornröschen muss sterben“ / „baltrumer bärlauch
nach „endstation baltrum“ (vgl. hier) sind mittlerweile zwei weitere baltrum-krimis von ulrike barow erschienen. ich habe sie in unserem oster-urlaub vor ort erstanden und, quasi immer als belohnung für eine runde malis-kram durcharbeiten, auch direkt vor ort gelesen. 🙂
auch diese beiden bände werden wohl keinen literatur-nobelpreis erringen, aber darum geht es bei solcher lektüre mit „urlaubs-touch“ meiner meinung auch gar nicht. sondern um nette unterhaltung rund um orte, die man mehr oder weniger kennt. und diese art der unterhaltung bieten die beiden geschichten. wenn ich mir auch mangels entsprechender etablissements einen halbwegs florierenden drogenhandel auf baltrum kaum vorstellen kann … 🙂

der verrat der kurtisane – sano ichiros siebter fall
nach den ersten paar seiten dachte ich „och nö, schon wieder der alte plot mit sanos feinden am hof und dank vielen kurtisanen wieder ständig unter der gürtelinie“ – aber dann wurde die sache doch noch sehr spannend. 🙂
reiko darf auch wieder mit ermitteln, macht aber erfahrungen, auf die sie sicherlich gerne verzichtet hätte.
alles in allem eine solide folge der sano-reihe und genau das richtige zum trivialliteratur-schmökern auf der terrasse. schon, daß die reihe mittlerweile beim 13. fall ist. 🙂

schafe: freundliche weidetiere
viele viele schafbilder! und viel wissenswertes rund um die rasse allgemein und über verschiedene einzelne sorten.
für schaf-fans sehr empfehlenswert!

schöne schafe
mal ein anderes schafbuch: schafe im fotostudio, schön aufgebre-, äh, hergerichtet und sehr adrett anzusehen. zum „kennenlernen“ der rassen sehr interessant, aber am ende des buches verlangte es mich dann doch wieder nach schafen in ihrer natürlichen umgebung, mit viel gras und frischer luft (so wie im „freundliche weidetiere“-buch oben).
aufgrund der herkunft von autorin und fotograf geht es hauptsächlich um schafrassen von den britischen inseln (viele davon kannte ich noch nicht), aber auch einige kontinentaleuropäische rassen sind dabei. manche sorten sehen etwas, hm, belämmert (haha) aus, aber vielleicht liegt das ja auch nur an der ungewohnten situation im fotostudio.
die rassen, die mir am besten gefielen: hebridean, zwartbles, hill radnor und vor allem die coolen zottelsorten wensleydale und lincoln longwool. 🙂
und ich habe ein neues wort gelernt: „frohwüchsig“ für „schnell wachsend“. hoffen wir, daß die entsprechenden lämmer auch wirklich ein frohes leben haben, bevor jemand die schmackhaftigkeit ihres fleisches testet. 🙂

abnehmen mit dem mond
nicht jeder cartoon ein brüller, aber es sind wieder einige gute dabei.

katzen in der kunst
viele schöne bilder und viele informative texte.
faszinierend, wo sich überall in der kunst der welt katzen finden lassen!

zen. interieurs & gärten
tja, man bräuchte leider einen zweitwohnsitz und viel geld, um all diese schönen ideen umsetzen zu können.
so muß es fürs tagträumen reichen … 🙂

japan: die harmonie der stille
ein wundervoller bildband mit japanischer kunst. gegliedert nach den vier jahreszeiten finden sich kalligraphien, holzdrucke, zeichnungen, fotografien, haikai und weitere texte.
ein muß für jeden japan-fan!

raumübergreifendes großgrün: der kleine übersetzungshelfer für beamtendeutsch
sehr schöne sammlung von skurile formulierungen aus der beamten- und gesetzessprache.

the world in a phrase: a brief history of the aphorism
eine interessante sammlung von portraits über menschen, die mehr oder weniger bekannte aphorismen geschrieben haben.

füllfederhalter
ein „bilderbuch“ zu alten, neuen, bekannten, berühmten, schönen und, äh, speziellen füllern. ein schöner überblick in einem handlichkompakten format.

das große buch der schreibkultur: geschichte — hersteller — modelle
ein sehr abwechslungsreiches buch, daß für fachleute vermutlich nicht viel neues enthält, aber für einsteiger und interessierte laien zahlreiche interessante informationen zu schreibgeräten allgemein und verschiedenen firmen im besonderen enthält.
interessant finde ich die informationen zu anderen schreibgeräten außer füllern, weil man sie ja sonst oft aus den augen verliert und weil die meisten firmen nicht ausschließlich füller produziert haben bzw. produzieren.
die dreisprachigkeit fand ich am anfang etwas, hm, ungewohnt, aber vermutlich ist nur so auf den seiten ausreichend platz für die zahlreichen interessanten bilder, und man erfährt so auch, wie fachbegriffe im englischen und französischen lauten.

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